Parenterale Ernährung (TPN) – Sichere Ernährung bei besonderem medizinischem Bedarf
Veröffentlicht am: 01.07.2026
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Wenn der Körper Nährstoffe nicht mehr ausreichend über den Magen-Darm-Trakt aufnehmen kann, kann die parenterale Ernährung (TPN) eine lebenswichtige Therapie sein. Sie versorgt den Körper direkt über die Blutbahn mit allen notwendigen Nährstoffen und ermöglicht vielen Patientinnen und Patienten eine sichere Versorgung – auch zuhause.
Mit einer professionellen außerklinischen Intensivpflege kann die parenterale Ernährung zuverlässig und hygienisch durchgeführt werden.
Was ist eine parenterale Ernährung?
Bei der parenteralen Ernährung werden Nährstoffe wie Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Flüssigkeit direkt über einen venösen Zugang in den Blutkreislauf verabreicht.
Da der Verdauungstrakt dabei umgangen wird, spricht man auch von einer intravenösen Ernährung.
Diese Form der Ernährung wird ausschließlich nach ärztlicher Verordnung durchgeführt.
Wann wird eine parenterale Ernährung benötigt?
Eine parenterale Ernährung kann erforderlich sein, wenn eine ausreichende Ernährung über den Magen-Darm-Trakt nicht möglich oder nicht ausreichend ist.
Mögliche Gründe sind unter anderem:
- schwere Darmerkrankungen
- Kurzdarmsyndrom
- Darmverschluss
- bestimmte Krebserkrankungen
- schwere Stoffwechselerkrankungen
- andere Erkrankungen mit eingeschränkter Nährstoffaufnahme
Die Entscheidung wird individuell durch das behandelnde Ärzteteam getroffen.
Wie erfolgt die Versorgung zuhause?
Die parenterale Ernährung erfolgt über einen zentralvenösen Zugang, beispielsweise einen Port oder einen PICC-Katheter.
Unsere qualifizierten Pflegefachkräfte übernehmen dabei unter anderem:
- Vorbereitung der Infusion
- Hygienische Durchführung der Ernährung
- Kontrolle des venösen Zugangs
- Beobachtung des Gesundheitszustands
- Dokumentation der Versorgung
- Erkennen möglicher Komplikationen
- Beratung und Unterstützung der Angehörigen
Dabei arbeiten wir nach aktuellen pflegerischen und hygienischen Standards.
Warum ist Hygiene so wichtig?
Da die Nährlösung direkt in den Blutkreislauf gelangt, spielt Hygiene eine besonders wichtige Rolle.
Eine sorgfältige Arbeitsweise hilft dabei,
- Infektionen vorzubeugen,
- Komplikationen frühzeitig zu erkennen,
- den venösen Zugang zu schützen,
- eine sichere Versorgung zu gewährleisten.
Unsere Pflegefachkräfte sind speziell für diese anspruchsvolle Versorgung geschult.
Vorteile der parenteralen Ernährung zuhause
Mit einer professionellen Betreuung kann die Ernährung in vielen Fällen sicher in der häuslichen Umgebung erfolgen.
Das bietet zahlreiche Vorteile:
- Versorgung in der vertrauten Umgebung
- Mehr Lebensqualität
- Individuelle Betreuung
- Entlastung der Angehörigen
- Kontinuierliche Überwachung durch qualifizierte Pflegefachkräfte
Persönliche Beratung
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